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Eigentlicher Auslöser für das Wiederaufleben der Bestrebungen für die Ruppenbahn war vermutlich die '''Rhein-Not''' durch den Dammbruch des Rheins bei Schaan vom September 1927, als das Wasser das Unterland des Fürstentums Liechtenstein überflutete. Der lange andauernde Streckenunterbruch zwischenö - Rorschach und teilweise über St.Gallen geleitet wurde. In St. Gallen nahm man die Vorteile dieser Verkehrsführung gerne an. Distanz- und Reisezeitberechnungen zeigten klare Einsparungen durch eine direkte Anbindung St. Gallen - Altstätten. <br>
Eigentlicher Auslöser für das Wiederaufleben der Bestrebungen für die Ruppenbahn war vermutlich die '''Rhein-Not''' durch den Dammbruch des Rheins bei Schaan vom September 1927, als das Wasser das Unterland des Fürstentums Liechtenstein überflutete. Der lange andauernde Streckenunterbruch zwischenö - Rorschach und teilweise über St.Gallen geleitet wurde. In St. Gallen nahm man die Vorteile dieser Verkehrsführung gerne an. Distanz- und Reisezeitberechnungen zeigten klare Einsparungen durch eine direkte Anbindung St. Gallen - Altstätten. <br>
Dort bildete sich 1928 ein Initiativkomitee zur Förderung der Ruppenbahn-Idee. Das Projekt fand vor allem durch die ungelöste Rorschacher Eisenbahnfrage und wegen der verkehrspolitischen Interessen der Regionen Rorschach-Unterrheintal und Werdenberg-Sarganserland eine erbitterte Gegnerschaft. <br>
Dort bildete sich 1928 ein Initiativkomitee zur Förderung der Ruppenbahn-Idee. Das Projekt fand vor allem durch die ungelöste Rorschacher Eisenbahnfrage und wegen der verkehrspolitischen Interessen der Regionen Rorschach-Unterrheintal und Werdenberg-Sarganserland eine erbitterte Gegnerschaft. <br>
[[Datei: Ruppenbahn_Nebelspalter_1928_Heft_16.jpg |right|300px| Nebelspalter 1928]]
[[Datei: Ruppenbahn_Nebelspalter_1928_Heft_16.jpg |right|250px| Nebelspalter 1928]]
Die sich gleichzeitig abzeichnende Wirtschaftskrise entwickelte sich zu einem weiteren Hindernis für das Unterfangen. Das Projekt verschwand 1930 von der verkehrspolitischen Bühne. <br>  
Die sich gleichzeitig abzeichnende Wirtschaftskrise entwickelte sich zu einem weiteren Hindernis für das Unterfangen. Das Projekt verschwand 1930 von der verkehrspolitischen Bühne. <br>  



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Beispiel eines neuen Beitrages

Der Ruppenbahn-Tunnel (neue Seite)

Der Ruppenbahn-Tunnel für die Ostalpenbahn

«Die Ruppenbahn ist das vernünftigste aller Eisenbahnprojekte, die seit 30 Jahren in der Ostschweiz aufgetaucht sind.» Aussage von Otto Sand, Generaldirektor der SBB und Leiter des Baudepartements (1901-21).

Vision von Professor Oesch

Schon bald nach dem Aufkommen der Eisenbahn stellte sich die "Alpenbahnfrage": Welches war die ideale Transitlinie durch die Schweiz, von Norden nach Süden, resp. von Osten nach Westen. Es kam zu einem verbissenen Tauziehen zwischen verschiedenen Regionen und Interessengruppen, denn dort wo die Verkehrsströme durchgeführt wurden, prägte es deren wirtschaftliche Entwicklung. Von den unzähligen Projekten wurde im 19. Jahrhundert nur die Gotthardbahn realisiert. Nach dem Entscheid zugunsten des Gotthards wurde man in der Ostschweiz nicht müde, nach Mitteln und Wegen zu suchen, um eine eigene Transitbahn durch die Alpen zu erhalten.

Professor Oesch, vermutlich Johann Ignaz Oesch, Pfarrer und Kantonsschullehrer in Bad Ragaz (*1835-1920†) brachte seine Verkehrspolitische Vision einer Eisenbahnlinie «Konstantinopel-Wien-Feldkirch-Altstätten-St.Gallen-Paris-London» aufs Tapet und sagte dazu: «Die Linie ist Teil einer Weltbahn, die Linie hat Teil einer Weltbahn zu sein.»

Debatte zur Ruppenbahn

Der Altstätter Grossrat, Nationalrat und Präsident des Verkehrsvereins, Jakob Biroll (*1854 - 1939†), nahm 1906 Oeschs Vision als Anlass für seine Schrift «Eine neue Bahn auf den Plan».

Berechnungen von Biroll

Er stiess damit die Debatte zum Bau einer Ruppenbahn an. Biroll hatte bereits die 1911 eröffnete Bahnlinie Altstätten - Gais gefördert und wollte nun der Ruppenbahn zum Durchbruch verhelfen. Kostenberechnungen aus dem Jahre 1906 ergaben Totalinvestitionen von Fr. 12,3 Mio. Franken für die Gesamtstrecke St. Gallen – Feldkirch.
Speicherschwendi war bereits 1890 als Planungsvariante für eine Dampfbahn St. Gallen – Speicher - Trogen in für den Bau der über Speicherschwendi in Betracht gezogen worden, doch im Rahmen der Elektrifizierung wurde eine Strassenbahn St.Gallen -Trogen über die Vögelinsegg gebaut und 1903 in Betrieb genommen. Somit war die Schwendi ohne eigenen Bahnanschluss geblieben.

Speicherschwendi als Göschenen Ausserrhodens

geplante Streckenführung von Carl Vogt

Mit der Idee einer Ruppenbahn wäre Speicherschwendi erneut in den Fokus gerückt und zu einer Art Göschenen von Ausserrhoden geworden.
Die Ruppen-Linie, die ihren Anfang in St.Gallen gehabt hätte, wäre via St. Finden durch das Goldach-Tobel zu einem Bahnhof bei der Achmüli in Speicherschwendi gelangt, bevor sie durch den Ruppen-Tunnel direkt mit Altstätten verbunden gewesen wäre. Für den Standort eines Bahnhofes vor dem Tunnelportal gab es anfangs diverse Planungsvarianten, bis man sich 1927 für den Standort Achmüli entschieden hatte. Nach Altstätten würde die Linie zwischen Oberriet und Rüthi das Rheintal überqueren und bei Feldkirch an die bestehende Rheintalbahn der OEBB angedockt.
Dieser sogenannte «Mittelanschluss» im Oberrheintal war bereits 1865 staatsvertraglich vereinbart worden. Ingenieur Carl Vogt aus St.Gallen erstellte umfangreiche technische Projektunterlagen für diese neue Ruppenbahn. Der Erste Weltkrieg beendete vorerst diesen Eisenbahntraum, denn in einer Zeit der Not und Ungewissheit konnte die Ruppenbahn kein Thema sein.

Krieg und Krisenjahre

Distanz und Zeitvergleich

Politiker Biroll und Ingenieur Vogt gaben indes nicht auf. Die Ruppenbahn kam im Laufe der «Goldenen Zwanzigerjahre» unter dem Namen Ruppen-Rhein-Bahn (R.R.B.) nochmals ins Gespräch. Die Stadt St.Gallen sah sich zu jener Zeit mit einer vom Niedergang der Textilindustrie ausgelösten wirtschaftlichen Ungewissheit konfrontiert und begrüsste diese Idee.

Eigentlicher Auslöser für das Wiederaufleben der Bestrebungen für die Ruppenbahn war vermutlich die Rhein-Not durch den Dammbruch des Rheins bei Schaan vom September 1927, als das Wasser das Unterland des Fürstentums Liechtenstein überflutete. Der lange andauernde Streckenunterbruch zwischenö - Rorschach und teilweise über St.Gallen geleitet wurde. In St. Gallen nahm man die Vorteile dieser Verkehrsführung gerne an. Distanz- und Reisezeitberechnungen zeigten klare Einsparungen durch eine direkte Anbindung St. Gallen - Altstätten.
Dort bildete sich 1928 ein Initiativkomitee zur Förderung der Ruppenbahn-Idee. Das Projekt fand vor allem durch die ungelöste Rorschacher Eisenbahnfrage und wegen der verkehrspolitischen Interessen der Regionen Rorschach-Unterrheintal und Werdenberg-Sarganserland eine erbitterte Gegnerschaft.

Nebelspalter 1928

Die sich gleichzeitig abzeichnende Wirtschaftskrise entwickelte sich zu einem weiteren Hindernis für das Unterfangen. Das Projekt verschwand 1930 von der verkehrspolitischen Bühne.


Hollenstein Paul, Oktober 2024

Quellen:
Idee: Martin Graf, Speicherschwendi
Text: Paul Hollenstein, St. Galler Tagblatt, 10.09.2018
Dokumente:
Ortsmuseum Altstätten, Schrift «eine neue Bahn auf den Plan» von Jakob Biroll 1906
Staatsarchiv St.Gallen: W 301/2.15 Verkehrsverein Altstätten, Tabelle bezüglich Abkürzungswirkungen zum Projekt Ruppenbahn (erstellt durch Jakob Biroll) 1927
Ruppenbahn-Projekt und Mittelanschluss nach Götzis, Werdenberger Jahrbuch 2001, Zeichnung: Anton Heer, Flawil
Nebelspalter 1928, Heft 16


Beispiel mit Tabelle und Foto:

Jahrgang 1922 2 Klasse 1931 Lehrer unbekannt Zentralschulhaus.jpg
Klassenfoto 2. KLasse
Jahrgang 1922
Lehrer unbekannt
Übername
Schulhaus Zentralschulhaus
Foto 1931
Fotograf unbekannt
Quelle Jules Schittli
Format 18 x 13 cm


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