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	<title>Ruppen 1831 - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Pabegglen: /* Kurzversion: Er krähte und jodelte */</title>
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		<title>Pabegglen am 22. Juli 2025 um 08:42 Uhr</title>
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Haben mußte ich es den Abend, denn die Kälte war grimmig; also besann ich mich nicht lange, stieg noch einmal, zum letztenmale, über die Berge, und kam in den Canton Appenzell. Wie da in den Wäldern und Hügeln und Wiesen die Stege aussehen, ist unbeschreiblich; einen Führer hatte ich nicht finden können, weil gerade Sonntag und Kirche war; auf dem ganzen Wege begegnete mir kein Mensch; sie waren alle in die Häuser gekrochen, und so trabte ich denn ganz allein auf Trogen los. Wenn man da etwa durch einen Wald kommt, bei solchem Wetter, und bei solchen Wegen, da glaubt Ihr gar nicht welch wunderliches Gefühl von Unabhängigkeit man hat. Noch dazu kann ich jetzt das Schweizer Krähen und Jodeln perfect; so schrie ich denn frisch, und sang mir mehrere Jodelcompositionen vor, und kam sehr übermüthig nach Trogen. Da waren die Leute grob und ungezogen im Wirthshaus, und so sagte ich höflich: laßt Euch hängen, ich geh&amp;#039; weiter, und nahm die Karte heraus, und fand, daß St. Gallen der nächste ordentliche Ort war, und noch dazu der einzige praktikable Weg. Nun wollte aber kein Mensch mitgehen in dem furchtbaren Wetter; da wollte ich es selbst tragen, und schimpfte auf alle Schweizer Biederkeit. Gleich kam aber das Gegenstück, wie es denn oft zu gehen pflegt. Den Boten nämlich, von dem ich meine Sachen abholen mußte, traf ich in seinem wundernetten, neugezimmerten Hause, und da war die wirtliche, rechte Schweizerwirthschaft, wie man sie sich denken soll. Er saß mit seiner ganzen Familie um den Tisch; das ganze Haus so reinlich, und warm; die Stube geheizt; der alte Bote kam mir entgegen, und gab mir die Hand, nöthigte mich zum Sitzen, schickte im ganzen Ort nach einem Träger, oder Wagen für mich herum, und da keiner fahren und gehen wollte, gab er mir endlich seinen Sohn mit. Um mein Bündel zwei Stunden weit zu tragen, ließ er sich zwei Batzen bezahlen; ein wunderschönes, blondes Töchterlein saß am Tisch und arbeitete, – die alte Mutter las in einem dicken Buch; der Bote selbst in den neuesten Zeitungen – es war prächtig. Als ich fortging war es, als wollte das Wetter sagen: »wenn Du trotzen willst, kann ich&amp;#039;s auch,« denn es fing mit verdoppeltem Grimm zu wüthen an. Es war zuweilen, als packe eine Faust den Regenschirm, und schüttle ihn, und drücke ihn zusammen; mit den steifen Fingern konnte ich ihn kaum festhalten; die Wege waren entsetzlich glatt, so daß mein Führer vor mir der Länge nach in den Schlamm fiel; – das that alles nichts; wir fluchten und jodelten von Herzen, kamen endlich beim Nonnenkloster vorbei, sangen ihnen ein Ständchen, und gelangten nach St. Gallen. – …&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;… Vier Tage lang hat es unaufhörlich, nur mehr oder weniger heftig, geregnet, es war als ob der liebe Gott verdrießlich sei. – (…) Nun ist&amp;#039;s aber sonderbar: muß ich in solchem Wetter zu Fuß gehen, und recht ordentlich davon ausstehen, so macht es mich nicht verstimmt, sondern im Gegentheil, ich freue mich immer, daß es mir nichts anhaben kann. Als ich gestern mit der Post in einer wahren Dezemberkälte in Altstetten ankam, fand es sich, daß keine Fahrstraße nach Trogen war, wohin ich am letzten schönen Tage unglücklicherweise meinen Mantel und Bündel geschickt hatte. Haben mußte ich es den Abend, denn die Kälte war grimmig; also besann ich mich nicht lange, stieg noch einmal, zum letztenmale, über die Berge, und kam in den Canton Appenzell. Wie da in den Wäldern und Hügeln und Wiesen die Stege aussehen, ist unbeschreiblich; einen Führer hatte ich nicht finden können, weil gerade Sonntag und Kirche war; auf dem ganzen Wege begegnete mir kein Mensch; sie waren alle in die Häuser gekrochen, und so trabte ich denn ganz allein auf Trogen los. Wenn man da etwa durch einen Wald kommt, bei solchem Wetter, und bei solchen Wegen, da glaubt Ihr gar nicht welch wunderliches Gefühl von Unabhängigkeit man hat. Noch dazu kann ich jetzt das Schweizer Krähen und Jodeln perfect; so schrie ich denn frisch, und sang mir mehrere Jodelcompositionen vor, und kam sehr übermüthig nach Trogen. Da waren die Leute grob und ungezogen im Wirthshaus, und so sagte ich höflich: laßt Euch hängen, ich geh&amp;#039; weiter, und nahm die Karte heraus, und fand, daß St. Gallen der nächste ordentliche Ort war, und noch dazu der einzige praktikable Weg. Nun wollte aber kein Mensch mitgehen in dem furchtbaren Wetter; da wollte ich es selbst tragen, und schimpfte auf alle Schweizer Biederkeit. Gleich kam aber das Gegenstück, wie es denn oft zu gehen pflegt. Den Boten nämlich, von dem ich meine Sachen abholen mußte, traf ich in seinem wundernetten, neugezimmerten Hause, und da war die wirtliche, rechte Schweizerwirthschaft, wie man sie sich denken soll. 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		<author><name>Pabegglen</name></author>
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		<title>Tsghps am 24. Juni 2024 um 09:18 Uhr</title>
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		<updated>2024-06-24T09:18:48Z</updated>

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		<title>Pabegglen am 14. Februar 2017 um 16:17 Uhr</title>
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