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	<title>WikiSpeicher - Benutzerbeiträge [de-ch]</title>
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	<updated>2026-05-14T01:25:57Z</updated>
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		<id>https://wikispeicher.ch/w/index.php?title=M%C3%BChle_und_Knochenstampfi&amp;diff=7114</id>
		<title>Mühle und Knochenstampfi</title>
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		<updated>2019-05-20T15:01:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.104.178.65: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine erste Mühle dürfte in Speicher schon im 16. Jahrhundert gestanden haben, wird doch der Name „Müligraben“ (der heutige Mühlelibach) bereits um 1580 erwähnt. Im Häuserverzeichnis der Chronik von Bartholome Rechsteiner wird als Baujahr einer Mühle 1624 erwähnt. Nach Steinmann wird sie als Mahl- und Sägemühle sowie Bläue 1677 direkt [im Copiabuch im Archiv Speicher] erwähnt. Diese Mühle erfuhr mehrere Um- und Erweiterungsbauten, wohl auch Teilabbrüche und bestand als Gebäude mit dem Namen „Knochenstampfi“ bis 1936, als es durch einen Erdschlipf abrutschte und zerstört wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Belege aus der Rechsteinerchronik ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der handschriftlich verfassten und durch die Darstellung nicht immer eindeutig zu zuordnenden Angaben lässt sich folgendes schliessen (S. 153):&lt;br /&gt;
[Gemäss] Spruchbrief [schriftlicher Vertrag] eines Bartly Bäntziger wurde die Speicherer Mühle 1624 erbaut. Besitzer waren Hauptmann (1734-1738) Conrad Ringeisen, um 173? Jacob Zähner aus Hundwil und dann Johannes Altherr, welcher im Kammrad eingeklemmt und dadurch tödlich verletzt wurde. Das war bereits der 3. Unglücksfall in dieser Mühle. In der gleichen Zeit sind durch einen Schlipf zwei Kinder ums Leben gekommen und in den 1750-er Jahren ist dem alten Müller (wohl Jacob Altherr) ein Sohn im Sämmler ertrunken.&lt;br /&gt;
In den 1760er Jahren verlotterte das Haus zusehends.&lt;br /&gt;
1729 wurde von Hans Hanssen Danieles ein Haus mit fünf Zimmern oberhalb gebaut.&lt;br /&gt;
Die Speicherer Säge gehörte bis in die 1760er Jahre zur Mühle und wurde dann separat verkauft zu 400 Gulden an (von?) Jacob Altherr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Belege aus der Tannerchronik ====&lt;br /&gt;
Bartholome Tanner führt in seiner Chronik im Weiler „Mühle“ drei Häuser auf:&lt;br /&gt;
Nr. 200 mit Baujahr 1729, eine Mühle Nr. 201 mit Baujahr 1624 und die Knochenstampfe, früher Säge mit Nr. 201b und Baujahr 1846.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tanner bestätigt die von Rechsteiner erwähnten Unglücksfälle:&lt;br /&gt;
1699, am 21. April, wurden das 9jährige Kind Elsbetha des nachherigen Hauptmanns Schläpfer und die 15jährige Tochter Wiberatha des Barth. Bänziger bei der Speichermühle von einem Erdschlipfe begraben und erstickt. (Seite 634)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1753 verlor Jakob Zähner, des Müllers Sohn, sein Leben in einem Wassersämmler in der Speichermühle. (Seite 636)&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767, am 7. Februar, hatte Mstr. Johs. Altherr das Unglück, in seiner Säge in Speiher ins Kammrad zu kommen, in Folge dessen er nach etlichen Stunden, 29 Jahre alt, unter grossen Schmerzen verschied. (Seite 636)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1936 zerstört ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mühle Fitzi 1840.jpg|mini|rechts|J.U.Fitzi, Bleistiftzeichnung um 1840]]&lt;br /&gt;
Gemäss Rechsteiner und Tanner wurde die Mühle 1624 erbaut. Tanner erwähnt, dass die Nummer 201b früher Säge und jetzt (also 1870) eine Knochenstampfe sei und 1846 erbaut wurde. Möglicherweise waren Säge und Mühle zusammen gebaut. Der Name Knochenstampfe ging später eventuell über auf das Mühlegebäude. Das Bild von Johann Ulrich Fitzi um 1840 zeigt zweifelsfrei das Gebäude, das 1936 als die zu jener Zeit im Volksmund genannte „Knochenstampfi“ abgerutscht ist. Über der Türe ist die Jahrzahl 1786 zu erkennen, gemäss Steinmann wohl das Jahr einer umfassenden Renovation. Zwischen 1852 und 1860 wurden Mahlwerk und Backofen entfernt, es war also wohl nicht mehr Mühle, sondern eben Knochenstampfe. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Haus, damals im Besitze einer Familie Eugster, von einer Familie Gross bewohnt. Die Familie Gross wanderte vor und um 1919 in die USA, den Bundesstaat Wyoming, aus.&lt;br /&gt;
Damals führte der Weg über einen Steg etwas unterhalb des heutigen Damms.&lt;br /&gt;
Am 5. Dezember 1936 rutschte das zu jener Zeit bereits unbewohnte Haus ab und wurde vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Belege aus den Landeskarten ====&lt;br /&gt;
Die Landeskarten aus der Zeitreise von swisstopo zeigen sowohl das Verschwinden der Mühle, die Veränderungen in der Wegführung, als auch die Geländeveränderungen, die mit dem späteren Bau der Kläranlage einher gingen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Eugen Steinmann, „Kunstdenkmäler der Schweiz Band Ausserrhoden II“,Seite 430&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bartholome Tanner, Chronik S. 53, 634 ff.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bartholomé Rechsteiner, Chronik S. 153&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.104.178.65</name></author>
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		<id>https://wikispeicher.ch/w/index.php?title=Weben&amp;diff=7108</id>
		<title>Weben</title>
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		<updated>2019-05-20T14:52:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.104.178.65: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Weben ist wohl eine der ältesten Handwerkstechniken der Menschheit zur [[Textilgewerbe und Textilindustrie|Herstellung von Textilien]]. Schon seit der Jungsteinzeit (Pfahlbauer) sind Webstühle belegt. Die Technik, das gekreuzte Übereinanderlegen von Fäden, hat sich im Laufe der Zeit nicht grundlegend verändert, wohl aber verfeinert. Leinen oder Flachs ist neben Wolle der älteste Rohstoff zur Herstellung von textilen Geweben und blieb es bis zur Ablösung durch Baumwolle in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Vorteile von Leinen gegenüber Wolle sind die Schmutzabweisung und die bessere Scheuerbeständigkeit. Die einfachste Art des Webens heisst denn auch Leinwandbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leinenweberei ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Weben.jpeg|mini|rechts|Leinwandbindung]]&lt;br /&gt;
Bei der Leinwandbindung sind Kett- und Schussfäden eng verkreuzt. Jeder Kettfaden (1 rot) liegt abwechselnd über und unter einem Schussfaden (2 blau). Das Grundmuster, im Fachausdruck Bindungsrapport (schwarz) umfasst zwei Kett- und zwei Schussfäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kettfäden sind die Fäden, die in einem Webstuhl in Längsrichtung aufgespannt werden.&lt;br /&gt;
Jeder einzelne Kettfaden muss durch eine Litze und durch das Webblatt geführt werden, bevor er am „Warenbaum“ des Webstuhls angeknüpft werden kann. Beim Weben wächst durch den Eintrag von Schussfäden rechtwinklig zu den Kettfäden das Gewebe, das auf den walzenförmigen Warenbaum aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
Die Art und Weise, wie die Kettfäden durch die Litzen auf verschiedenen Schäften oder in Jacquardlitzen angeordnet werden, bestimmt auch Musterung des Gewebes. Sie werden auf unterschiedliche Art angehoben oder abgesenkt.&lt;br /&gt;
Die Verwendung gefärbter Kett- und/oder Schussfäden ermöglicht farbige Muster, man spricht dann von Buntgewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewebe mit Leinwandbindung zeigen auf der oberen und unteren Warenseite das gleiche Bild, weil die Bindung gleich viele Ketthebungen und ‑senkungen aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baumwollmusselin ===&lt;br /&gt;
Der Musselin (auch der Mousselin) ist ein lockerer, feinfädiger und glatter Stoff zunächst aus Baumwolle oder Wolle, der wegen der ursprünglich verwendeten orientalischen Muster nach der Stadt Mosul im heutigen Nordirak benannt ist. &lt;br /&gt;
Der Musselin wird in Leinwandbindung gewebt. Durch die weich gedrehten Fäden entsteht ein fliessender Stoff mit weichem Griff. In sehr hochwertiger Ausführung wird Musselin auch aus Seide hergestellt. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Leinwandweberei durch die Baumwollmusselinweberei abgelöst. Seit etwa 1770 wurden die Musselingewebe zudem durch Handstickerei veredelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Webstühle ===&lt;br /&gt;
Bis Ende des 18. Jahrhunderts gab es in unserer Gegend nur Handwebstühle. Sie waren es, die letztlich den [[Weberhaus|Hausbau]] prägten durch den Einbau der Webkeller. 1785 erfand der Engländer Edmund Cartwright den ersten mechanischen Webstuhl. Eine erhebliche Verbesserung brachte schliesslich am 19. April 1805 die Webmaschine des französischen Seidenwebers Joseph-Marie Jacquard (1752–1834), der so genannte Jacquardwebstuhl. Gesteuert durch je eine Lochkarte pro Schuss werden mit ihm Kettfäden einzeln hochgezogen und so das Weben gross gemusterter Gewebe ermöglicht (Jacquardmusterung).&lt;br /&gt;
[[Datei:Jacquardwebstuhl.jpg|mini|&amp;lt;small&amp;gt;Jacquardwebstuhl im Volkskundemuseum Stein&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jacquardwebstuhl Webkeller.jpg|mini|rechts|&amp;lt;small&amp;gt;Weber mit Jacquardwebstuhl&amp;lt;/small&amp;gt;|rechts]][[Datei:Handweber.jpg|mini|&amp;lt;small&amp;gt;Handweber im Webkeller&amp;lt;/small&amp;gt;|links]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Weberhöckli_Blatten.jpg|mini|&amp;lt;small&amp;gt;Weberhaus - allein stehend - kein Stall&amp;lt;/small&amp;gt;|links]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weben anschaulich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spinnen, Weben und mehr im Museum Oederan ====&lt;br /&gt;
{{#widget:YouTube|width=100%|height=480|id=EO3G2fyVO2A}}&lt;br /&gt;
==== Weben am handbetriebenen Jacquardwebstuhl ====&lt;br /&gt;
{{#widget:YouTube|width=100%|height=480|id=CRQ3QF5oRCA}}&lt;br /&gt;
==== Weben am mechanisch betriebenen Jacquardwebstuhl ====&lt;br /&gt;
{{#widget:YouTube|width=100%|height=480|id=e9zOtqSck8Q}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter zur Übersicht: [[Textilgewerbe und Textilindustrie|Textilgewerbe und Textilindustrie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Text: Peter Abegglen, zusammen gestellt aus: de.wikipedia.org&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.104.178.65</name></author>
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		<title>Weben</title>
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		<updated>2019-05-20T14:49:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.104.178.65: /* Webstühle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Weben ist wohl eine der ältesten Handwerkstechniken der Menschheit zur [[Textilgewerbe und Textilindustrie|Herstellung von Textilien]]. Schon seit der Jungsteinzeit (Pfahlbauer) sind Webstühle belegt. Die Technik, das gekreuzte Übereinanderlegen von Fäden, hat sich im Laufe der Zeit nicht grundlegend verändert, wohl aber verfeinert. Leinen oder Flachs ist neben Wolle der älteste Rohstoff zur Herstellung von textilen Geweben und blieb es bis zur Ablösung durch Baumwolle in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Vorteile von Leinen gegenüber Wolle sind die Schmutzabweisung und die bessere Scheuerbeständigkeit. Die einfachste Art des Webens heisst denn auch Leinwandbindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leinenweberei ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Weben.jpeg|mini|rechts|Leinwandbindung]]&lt;br /&gt;
Bei der Leinwandbindung sind Kett- und Schussfäden eng verkreuzt. Jeder Kettfaden (1 rot) liegt abwechselnd über und unter einem Schussfaden (2 blau). Das Grundmuster, im Fachausdruck Bindungsrapport (schwarz) umfasst zwei Kett- und zwei Schussfäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kettfäden sind die Fäden, die in einem Webstuhl in Längsrichtung aufgespannt werden.&lt;br /&gt;
Jeder einzelne Kettfaden muss durch eine Litze und durch das Webblatt geführt werden, bevor er am „Warenbaum“ des Webstuhls angeknüpft werden kann. Beim Weben wächst durch den Eintrag von Schussfäden rechtwinklig zu den Kettfäden das Gewebe, das auf den walzenförmigen Warenbaum aufgewickelt wird.&lt;br /&gt;
Die Art und Weise, wie die Kettfäden durch die Litzen auf verschiedenen Schäften oder in Jacquardlitzen angeordnet werden, bestimmt auch Musterung des Gewebes. Sie werden auf unterschiedliche Art angehoben oder abgesenkt.&lt;br /&gt;
Die Verwendung gefärbter Kett- und/oder Schussfäden ermöglicht farbige Muster, man spricht dann von Buntgewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewebe mit Leinwandbindung zeigen auf der oberen und unteren Warenseite das gleiche Bild, weil die Bindung gleich viele Ketthebungen und ‑senkungen aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baumwollmusselin ===&lt;br /&gt;
Der Musselin (auch der Mousselin) ist ein lockerer, feinfädiger und glatter Stoff zunächst aus Baumwolle oder Wolle, der wegen der ursprünglich verwendeten orientalischen Muster nach der Stadt Mosul im heutigen Nordirak benannt ist. &lt;br /&gt;
Der Musselin wird in Leinwandbindung gewebt. Durch die weich gedrehten Fäden entsteht ein fliessender Stoff mit weichem Griff. In sehr hochwertiger Ausführung wird Musselin auch aus Seide hergestellt. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Leinwandweberei durch die Baumwollmusselinweberei abgelöst. Seit etwa 1770 wurden die Musselingewebe zudem durch Handstickerei veredelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Webstühle ===&lt;br /&gt;
Bis Ende des 18. Jahrhunderts gab es in unserer Gegend nur Handwebstühle. Sie waren es, die letztlich den [[Weberhaus|Hausbau]] prägten durch den Einbau der Webkeller. 1785 erfand der Engländer Edmund Cartwright den ersten mechanischen Webstuhl. Eine erhebliche Verbesserung brachte schliesslich am 19. April 1805 die Webmaschine des französischen Seidenwebers Joseph-Marie Jacquard (1752–1834), der so genannte Jacquardwebstuhl. Gesteuert durch je eine Lochkarte pro Schuss werden mit ihm Kettfäden einzeln hochgezogen und so das Weben gross gemusterter Gewebe ermöglicht (Jacquardmusterung).&lt;br /&gt;
[[Datei:Handweber.jpg|mini|&amp;lt;small&amp;gt;Handweber im Webkeller&amp;lt;/small&amp;gt;|links]]&lt;br /&gt;
[[Weberhöckli_Blatten.jpg|mini|&amp;lt;small&amp;gt;Weberhaus - allein stehend - kein Stall&amp;lt;/small&amp;gt;|links]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jacquardwebstuhl.jpg|mini|&amp;lt;small&amp;gt;Jacquardwebstuhl im Volkskundemuseum Stein&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jacquardwebstuhl Webkeller.jpg|mini|rechts|&amp;lt;small&amp;gt;Weber mit Jacquardwebstuhl&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weben anschaulich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spinnen, Weben und mehr im Museum Oederan ====&lt;br /&gt;
{{#widget:YouTube|width=100%|height=480|id=EO3G2fyVO2A}}&lt;br /&gt;
==== Weben am handbetriebenen Jacquardwebstuhl ====&lt;br /&gt;
{{#widget:YouTube|width=100%|height=480|id=CRQ3QF5oRCA}}&lt;br /&gt;
==== Weben am mechanisch betriebenen Jacquardwebstuhl ====&lt;br /&gt;
{{#widget:YouTube|width=100%|height=480|id=e9zOtqSck8Q}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter zur Übersicht: [[Textilgewerbe und Textilindustrie|Textilgewerbe und Textilindustrie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Text: Peter Abegglen, zusammen gestellt aus: de.wikipedia.org&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.104.178.65</name></author>
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		<id>https://wikispeicher.ch/w/index.php?title=Weberhaus&amp;diff=7097</id>
		<title>Weberhaus</title>
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		<updated>2019-05-20T14:42:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.104.178.65: /* Weberhöckli */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Weberhöckli ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Weberhöckli Blatten.jpg|mini|&amp;lt;small&amp;gt;Weberhaus in der Blatten&amp;lt;/small&amp;gt;]][[Weberhaus_Ober_Bendlehn.jpg|mini|Weberhaus Ober Bendlehn]]&lt;br /&gt;
Weberhäuser stehen oft allein - ohne Stall und Scheune - da sie ihrem Zwecke gemäss nicht Landwirtschaftsbetriebe waren. Heute sind viele verschwunden oder so umgestaltet worden, dass sie Ansprüchen bezüglich Raumhöhe und minimaler Wohnfläche genügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Handweber.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
Die Lebensbedingungen der ursprünglichen Bewohner waren sehr bescheiden, daher sind die Häuser klein und besitzen häufig nur ein einziges volles Wohngeschoss, sind somit nur drei- bis viergeschossig. Im Webkeller stand ein Webstuhl, auf dem die Weberfamilie im Akkord in Heimarbeit ihren Lebensunterhalt verdiente.&lt;br /&gt;
Die Verschuldung der Weber war gross und erlaubte es kaum, sich aus einem Schuldverhältnis – meist gegenüber dem Fabrikanten – loszukaufen. Oft wurden die [[Weben|Webstühle]] den Webern vom Fabrikanten (gegen Entgelt) zur Verfügung gestellt. Die Appenzeller Zedel, Schuldverschreibungen auf Häuser ohne Kündigungsrecht von Seiten des Gläubigers, setzten deshalb oft genug die Abhängigkeiten auch auf die Nachfolger fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Weben|Heimweberei]] war in Appenzell Ausserrhoden seit dem frühesten 17. Jahrhundert verbreitet. Appenzellische Weber produzierten für Handelshäuser der Leinwandstadt St.Gallen. Mitte des 18. Jahrhunderts kam die Baumwollweberei auf und führte im Appenzellerland zu einem beispiellosen Aufschwung - um 1800 war Ausserrhoden die am dichtesten vor-industrialisierte Region Europas. In diese Zeit fallen auch die Glanzzeiten der appenzellischen [[Textilfernhandel|Textilhandelshäuser]].&lt;br /&gt;
Die appenzellischen Weber waren führend punkto Qualität und brachten viele Spezialitäten hervor, so etwa die &amp;quot;Seidenbeuteltuch&amp;quot;- Fabrikation im Appenzeller Vorderland (technische Stoffe z. B. zum Sieben von Mehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Speicher im Fokus|Zu den Standorten aller Stelen von &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Speicher im Fokus&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häusergeschichten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.104.178.65</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wikispeicher.ch/w/index.php?title=Weberhaus&amp;diff=7095</id>
		<title>Weberhaus</title>
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		<updated>2019-05-20T14:40:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;92.104.178.65: /* Weberhöckli */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Weberhöckli ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Weberhöckli Blatten.jpg|mini|&amp;lt;small&amp;gt;Weberhaus in der Blatten&amp;lt;/small&amp;gt;]][[Weberhaus_Ober_Bendlehn.jpg|Weberhaus Ober Bendlehn]]&lt;br /&gt;
Weberhäuser stehen oft allein - ohne Stall und Scheune - da sie ihrem Zwecke gemäss nicht Landwirtschaftsbetriebe waren. Heute sind viele verschwunden oder so umgestaltet worden, dass sie Ansprüchen bezüglich Raumhöhe und minimaler Wohnfläche genügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Handweber.jpg|mini|rechts]]&lt;br /&gt;
Die Lebensbedingungen der ursprünglichen Bewohner waren sehr bescheiden, daher sind die Häuser klein und besitzen häufig nur ein einziges volles Wohngeschoss, sind somit nur drei- bis viergeschossig. Im Webkeller stand ein Webstuhl, auf dem die Weberfamilie im Akkord in Heimarbeit ihren Lebensunterhalt verdiente.&lt;br /&gt;
Die Verschuldung der Weber war gross und erlaubte es kaum, sich aus einem Schuldverhältnis – meist gegenüber dem Fabrikanten – loszukaufen. Oft wurden die [[Weben|Webstühle]] den Webern vom Fabrikanten (gegen Entgelt) zur Verfügung gestellt. Die Appenzeller Zedel, Schuldverschreibungen auf Häuser ohne Kündigungsrecht von Seiten des Gläubigers, setzten deshalb oft genug die Abhängigkeiten auch auf die Nachfolger fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Weben|Heimweberei]] war in Appenzell Ausserrhoden seit dem frühesten 17. Jahrhundert verbreitet. Appenzellische Weber produzierten für Handelshäuser der Leinwandstadt St.Gallen. Mitte des 18. Jahrhunderts kam die Baumwollweberei auf und führte im Appenzellerland zu einem beispiellosen Aufschwung - um 1800 war Ausserrhoden die am dichtesten vor-industrialisierte Region Europas. In diese Zeit fallen auch die Glanzzeiten der appenzellischen [[Textilfernhandel|Textilhandelshäuser]].&lt;br /&gt;
Die appenzellischen Weber waren führend punkto Qualität und brachten viele Spezialitäten hervor, so etwa die &amp;quot;Seidenbeuteltuch&amp;quot;- Fabrikation im Appenzeller Vorderland (technische Stoffe z. B. zum Sieben von Mehlen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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